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Crocodile Trophy 2003
(Ulrich Strasser, Text)
(Hubert Hager, Fotos)

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So können also auch Geschenke aussehen. Denn zum Abschluss meines Medizinstudiums habe ich mir selbst das Abenteuer Crocodile Trophy geschenkt. 
Dass es hart werden würde war ja klar, doch das was mich erwartete übertraf meine Vorstellungen bei Weitem.
Der erste Tag war schon eine starke Ernüchterung. Nach 2 Platten, einer kaputten Luftpumpe, einem anfänglichen Schuss Übermotivation und der ersten Hitzeschlacht lag ich ganz schön geschlaucht im Ziel und konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie ich die nächsten Tage bewältigen sollte. 
Ich startete stets am Ende des Feldes mit ein paar ein anderen Kollegen, konnte mich jedoch jeweils im weiteren Etappenverlauf steigern und mich ein kleines Bisschen vom absoluten Schlussteil des Feldes etwas absetzen. 
Hauptsächlich aber auf den Passagen, die etwas schwieriger waren und mehr Anstiege zu verzeichnen hatten. 
Darüber haben sich die Lisi und ich sowieso im weiteren Verlauf beklagt, dass die Australier einfach keine g´scheiten Berge einbauen können; wäre gleich viel abwechslungsreicher zum Biken.
Aber nun wieder in der Reihenfolge: Auf der 3. Etappe hatte ich leider etwas Pech. Denn der letzte Wegweiser (beim 5km Schild zum Ziel) ist anscheinend umgefallen und wies mich in die falsche Richtung. Das allein wäre nicht so schlimm gewesen, weil bei der nächsten Abzweigung dachte ich mir schon, dass ich falsch am Weg und drehte um, da kam mir einer der Depottrucks entgegen und die meinten, dass ich wohl richtig wäre. 
Also wieder umgedreht und auf dem falschen Weg ein weiteres Stück, bis mir der Truck entgegen kam und meinte, dass es doch nicht stimme wo wir fahren. 12 km und etliche schwierige Höhenmeter mehr landeten so auf meinem Tourkonto. 
Dafür schaffte ich es zu meiner Überraschung, auf der 4.Etappe die Lisi Hager, ihres Zeichen „Wahnsinns“bikerin, einzuholen. 
Von da an radelten wir die meisten Kilometer der nächsten Tage gemeinsam. Ihre Anwesenheit hat mich oft motiviert einfach weiter zu fahren. 
Tja, wen würde so eine schöne Frau nicht motivieren dran zu bleiben?! -und auch wenn die äußeren Umstände noch so besch.... sind! 
Auch ihrem Bruderherz, dem Hubi, bin ich zu Dank verpflichtet, denn er hat nicht nur der Lisi, sondern auch mir immer wieder kühles, wohlschmeckendes (also nicht nach Chlor) Wasser gereicht. 
Dennoch laugten mich diese Hitzeschlachten bei Maximaltemperaturen von 52°C doch ziemlich aus und somit war der „Ruhetag“ mit nur 20 km Zeitfahren ein wahrer Genuss.
Danach ging´s jedoch mit unverminderter Hitze weiter. 
Das, und die Tatsache, dass am 10.Tag bei der letzten Labestation 20 km vor dem Ziel keine Früchte und vor allem nichts Kühles mehr vorhanden waren, zwangen mich zur Aufgabe. 
Mein Körper und Kreislauf waren komplett überhitzt und ich stand knapp vor dem Kreislaufkollaps. Das Wissen, dass Paul West (GBR) 3 Tage vorher bewusstlos vom Rad kippte, für 10 Minuten im heißen Sand lag und sich dabei eine Verbrennung am Hintern zuzog und die Gedanken an meine eigene Gesundheit, ließen mich das Handtuch werfen. 
Die Trauer über das Aus so kurz vor dem Ziel und bedingt durch den Zeitpunkt, denn ab da gingen auch endlich die Temperaturen wieder leicht zurück, war dementsprechend groß. 
Auch wenn´s nur „Ausreden“ sind, um mir diese Situation erträglicher zu machen, muss ich doch daran denken, dass ich mit knapp 8000 Trainingskilometern im Vergleich zu den anderen Bikern gut mithalten konnte. Auch war dies mein insgesamt erst 4. Rennen überhaupt und die habe ich alle erst diese Saison bestritten. Die Beine waren ja auch nicht das Problem und ich bin immer mit einer Durchschnittsherzfrequenz von ~140 ins Ziel gekommen. Aber diese Hitze!!!!!!

Für weitere Berichte, die wahrscheinlich auch literarisch anspruchsvoller sind kann ich nur den Artikel in der Mountainbike Revue von Lisi Hager empfehlen, bzw. die Internetseiten:

www.bikeboard.at
www.reevax.be
www.crocodile-trophy.com